Ja er jubelt, wenn er an euch denkt.

Es passiert mir immer mal wieder: Ich treffe mich mit Freunden, höre ihnen gut gelaunt zu, freue mich mit ihnen über all das Gute, das sie erleben dürfen. Und dann fange ich an zu vergleichen, vergleiche ihr scheinbar so pralles Leben mit meinem Leben und beim Vergleichen wird auf einmal alles so schal und grau:

Diesmal traf es unsre Entscheidung, dass ich Zuhause zu bleibe, hauptberuflich für die Kinder/ die Familie da bin. Während ich die anderen vom nächsten Karriereschritt träumen höre und sehe, wie sie es Schritt um Schritt umsetzen. Und ich beginne zu zweifeln.

Die Gedanken kreisten dann weiter zu all den anderen Blogs, wo man sieht, wie wunderschön sie wohnen, mit welch tollen Fotos sie ihre Beiträge schmücken oder wie sie ihre Prioritäten beim Thema Zero Waste umsetzen. Und ich schon montags beim Wocheneinkauf wieder grandios scheitere. Und dienstags Socken nähe. Nicht sonderlich sinnvoll oder gar weltbewegend und häufig nur bedingt vorzeigbar.

Ich bin statt dessen abends einfach nur froh, wenn ich den Tag irgendwie überstanden habe, meine Kinder nach den Hausaufgaben nicht am Händi versumpft sind und sie sich nicht nur von Süßkram ernährt haben.

Es gibt Tage, da fällt es mir schwer, nicht auf die anderen zu schielen, nicht gelb vor Neid zu sein und sich mit meinem Leben zufrieden zu geben. Aber auf dem Vergleichen lag noch nie ein Segen. Und wie schnell vergisst man all das Gute, das man von Gott schon bekommen hat. Oder auch, dass wir diese Entscheidungen mit ihm getroffen haben und er sie so deutlich bestätigt hat. (klick) Aber die Stimmen in m einem inneren Ohr sind so viel lauter als die leise Stimme Gottes, die mir sagt, dass er mich liebt, so wie ich bin. Dass Gott jubelt, wenn er an mich denkt. (Das steht tatsächlich so in der Bibel in Zefanja 3,17).

Gerade ist wieder so eine Phase, an der ich das wieder Schritt für Schritt durchbuchstabieren muss. Dabei trauere ich ganz sicher keiner Karriere oder dem Gehalt hinterher. Aber Beförderungen und Einkommen sind schon eine deutlich sichtbare und scheinbar objektive Bestätigung der geleisteten Arbeit.

Obendrein weiß ich natürlich auch nicht, ob unsere Entscheidungen, egal ob es die großen und weitreichenden oder die kleinen alltäglichen sind, auch gut und richtig sind. Ob zum Beispiel diese Kinder ihren Weg mit mir zuhause besser ins Leben finden werden und man dann erkennen kann, ja vielleicht sogar eine Zufriedenheit da sein darf, weil Erziehung und all die Liebe deutliche Spuren hinterlassen haben. Oder auch nicht. Ob irgend jemand ein Fünkchen Hoffnung oder wenigstens etwas Freude in meinem Blog finden konnte. Oder ich nur meinen Spaß beim Schreiben hatte.

Aber auch ohne solch sichtbare Bestätigungen möchte ich jeden Tag aufs Neue im Vertrauen angehen, dass mein Leben mit dem was ich geben kann, genau so seinen Sinn hat. Und ich gebe Gott auch diesen Teil meines Herzens, diesen Teil meiner Träume. Und übe mich darin darauf zu vertrauen, dass mein Leben bei Gott in den besten Händen ist. Ebenso wie das Leben meiner Kinder und das Leben meines Mannes. Und nicht in meinen Händen. Denn dann brauche ich auch nicht mehr zu vergleichen und nach scheinbar objektiven Bestätigungen suchen.

Ich übe dann mal weiter.

Bild/ Icon erstellt mit bitmoji/ Snap Group Limited

 

Der Artikel enthält Werbung, weil ich Marken/ Personen/ Blogs/ Orte nenne/ verlinke, für die ich jedoch von den Unternehmen nicht beauftragt wurde, die ich persönlich gut finde, jedoch von denen nicht beauftragt wurde, ich auch kein Geld dafür bekomme … und ist ein redaktioneller Beitrag.

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2 Gedanken zu “Ja er jubelt, wenn er an euch denkt.

  1. Susann 5. Mai 2018 / 8:04

    Moin, mach dir doch nicht so viele Gedanken,was die anderen so sagen. Meist ist es eh nur eine euphorisiertere Version vom tatsächlich Geschehenen und zum anderen haben die mit deiner Familie nichts zu tun.
    Du machst das genau richtig, aber auch mir fehlt die sichtbare, verbalisierte, vorzeigbare Anerkennung (und das Weihnachtsessen, haha), und auch ich finde mich nicht die supermom, die ich so gerne sein wollte.
    Aber am Ende des Tages: Kinder glücklich, Eltern kaputt. Mehr braucht es nicht für einen guten Tag.

  2. vomSandelberg 5. Mai 2018 / 9:06

    Genau! Es gibt leider noch zu wenige Mamas, die sich in die Karten schauen lassen. Aber alle sind froh, wenn mal jemand einen Blick hinter die Fassade zulässt – auch wenn letztlich alle wissen, dass es überall genauso chaotisch und lebendig zu geht, wie bei ihr zu Hause. Grüßle 😘

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